Wissenschaftliche Beibände zum Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums |
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Doris Oltrogge, Robert Fuchs, Die Maltechnik des Codex Aureus aus Echternach. Ein Meisterwerk im Wandel (Wissenschaftliche Beibände zum Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums, Band 27). Nürnberg 2009. 178 Seiten, 70 sw, 315 farbige Abb. |
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Hermann Maué, Sebastian Dadler 1586–1657. Medaillen im Dreißigjährigen Krieg (Wissenschaftliche Beibände zum Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums, Band 28), Nürnberg 2008. 218 Seiten, 222 sw Abb., meist jeweils Vorder- und Rückseite der Medaillen. |
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Was ist deutsch? Aspekte zum Selbstverständnis einer grübelnden Nation. Beiträge der Tagung im Germanischen Nationalmuseum am 20. und 21. Oktober 2005. Schriftleitung: Thomas Brehm, Matthias Hamann und Katja Happe (Wissenschaftliche Beibände zum Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums, Bd. 26). Nürnberg 2006. 132 S., 58 sw Abb., 16 Farbtafeln. Vergriffen! Das Germanische Nationalmuseum sieht sich als "forschendes Museum" mit dem Schwerpunkt in Erforschung und Aufbereitung seiner umfangreichen Sammlungen zur Kunst und Kulturgeschichte des gesamten deutschen Sprachraums. Es ist damit ein besonders geeigneter Ort, um der Frage "Was ist deutsch?" nachzugehen. Im Vorfeld der gleichnamigen Ausstellung taten dies 20 renommierte Wissenschaftler und Publizisten aus Deutschland und vier Nachbarländern, darunter Alfred Grosser, Julius H. Schoeps, Michael Wolffsohn und Hermann Glaser; ihre Überlegungen zu den Themenfeldern Sehnsucht, Geist, Glaube, Charakter und Vaterland liegen in dieser Publikation vor, ergänzt um substantielle Beiträge aus den anschließenden Diskussionen. |
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Rüdiger Becksmann (Hg.), Glasmalerei im Kontext – Bildprogramme und Raumfunktionen. Akten des XXII. Internationalen Colloquiums des Corpus Vitrearum, Nürnberg, 29.8.–1.9.2004 (Wissenschaftliche Beibände zum Anzeiger des GNM, Bd. 25). Nürnberg 2005. 288 S., 91 sw, 143 farbige Abb. Mittelalterliche Kunstwerke in ihrem Kontext zu betrachten, hat sich die moderne Glasmalereiforschung im Rahmen des Corpus Vitrearum von Anbeginn zur Aufgabe gemacht, auch wenn dies bisher erst ansatzweise von der Kunstgeschichte zur Kenntnis genommen worden ist. "Glasmalerei im Kontext" gerade in Nürnberg zum Generalthema des XXII. Internationalen Colloquiums des Corpus Vitrearum zu wählen, lag angesichts der dort in großer Zahl erhaltenen "Gesamtkunstwerke" der Spätgotik nahe. Glasmalerei-Spezialisten aus neun Ländern beleuchten in dem vorliegenden Band das facettenreiche Thema in achtzehn Beiträgen auf exemplarische Weise. Der zeitliche Rahmen reicht vom frühen 13. bis in die Mitte des 17. Jahrhunderts; behandelt werden eine Vielzahl berühmter Denkmäler Mitteleuropas. Ausführliche Resümees in deutscher, englischer und französischer Sprache sowie eine großzügige Bebilderung erleichtern es dem Leser, die Fülle neuer Erkenntnisse nachzuvollziehen. |
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Daniel Burger, Die Cadolzburg – Dynastenburg der Hohenzollern und markgräflicher Amtssitz (Wissenschaftliche Beibände zum Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums, Bd. 24 / Wartburg-Gesellschaft zur Erforschung von Burgen und Schlössern e.V., Forschungen zu Burgen und Schlössern, Sonderband 1). Nürnberg 2005. 224 Seiten, 129 sw Abb., 8 Farbtafeln mit 22 Abb. Die Cadolzburg war ein wichtiges Verwaltungszentrum der Hohenzollern in Franken und zählte bis zu den verheerenden Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg zu den besterhaltenen Burgen Deutschlands. Das Germanische Nationalmuseum beteiligte sich an Nutzungsüberlegungen für die Cadolzburg und beauftragte Daniel Burger, ein Konzept für ein dort einzurichtendes Deutsches Burgenmuseum zu erstellen. In diesem Zusammenhang entstand die vorliegende Monographie; sie umfasst den Forschungsstand, einen historischen Abriss, eine analysierende Baubeschreibung sowie die Stellung der Cadolzburg innerhalb des zollernschen Burgenbaus in Franken. Exkurse gehen auf Steinmetzzeichen, die Befestigung des Marktes Cadolzburg sowie die Folter in der Cadolzburg ein; ein Verzeichnis der Beamten und Inventare der Burg sowie Personen- und Ortsregister beschließen den Band. |
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Forschungsprojekte, Bestandskataloge, Monographien |
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G. Ulrich Großmann (Hg.), Buchmalerei der Dürerzeit – Dürer und die Mathematik – Neues aus der Dürerforschung (Dürer-Forschungen, Band 2). Schriftleitung Thomas Eser. Nürnberg 2009. 296 Seiten, 117 farbige und 54 schwarzweiße Abbildungen. Während der erste Band der"Dürer-Forschungen" 2007 dem Dürerhaus gewidmet war, nimmt Band 2 die Buchproduktion sowie die mathematischen Wissensfelder der Dürerzeit in den Blick. Zu beiden Generalthemen fand 2008 je eine wissenschaftliche Tagung im GNM statt. Die Aufsätze der 1. Sektion stellen Forschungsergebnisse zur dürerzeitlichen Nürnberger Buchmalerei vor, die Dürer gekannt hat oder kennen konnte. Die Beiträge der 2. Sektion behandeln seine kunsttheoretischen und mathematischen Schriften und schildern deren intensive Rezeption im 16. und 17. Jh. |
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Westerwälder Gebrauchsgeschirr von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die 1960er Jahre. Bearbeitet von Christine Dippold, Sabine Zühlcke, Dagmar Scheja, Katharina Schütter und Daniela Weyand. Nürnberg 2008. 801 Seiten in 2 Bänden, Teil 1: Texte und Firmenverzeichnis, 20 sw, 28 farbige Abb.; Teil 2: Katalog der Gefäße mit 420 Nummern und jeweils 1–4 sw Abb., Nachdrucke von 32 Warenverzeichnissen auf 72 sw und 68 farbigen Tafeln. Während bisher das aufwändig verzierte „Westerwälder Steinzeug“ im Zentrum des Interesses stand, untersuchte das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Projekt erstmals umfassend das Gebrauchsgeschirr. Mit den technischen Neuerungen in der Keramikverarbeitung setzte Mitte des 19. Jh. im Westerwald eine gesteigerte Produktion an salzglasiertem, grauem Steinzeug mit kobaltblauem Dekor ein. Diese Gefäße eigneten sich hervorragend zur Konservierung von Lebensmitteln, für die Milchwirtschaft sowie als Schankgeschirr. Handwerklich und seriell produziert, waren sie wegen ihrer Qualität und ihres günstigen Preises für einen überregionalen Abnehmerkreis attraktiv. Erst die Veränderungen im Hauswirtschaften ließen in den 1960er Jahren die Nachfrage sinken. |
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Eduard Isphording, Kräuter und Blumen. Kommentiertes Bestandsverzeichnis der botanischen Bücher bis 1850 in der Bibliothek des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg. Nürnberg 2008. 328 Seiten, 119 sw und 82 farbige Abb., 11 Farbtafeln. Der reiche Bestand an botanisch-pharmazeutischen Büchern in der kulturhistorischen Bibliothek des GNM geht zu einem großen Teil auf die Stiftungen deutscher Apotheker für ein "Historisch-pharmazeutisches Centralmuseum" zurück, das Ende des 19. Jh. vorübergehend in Nürnberg errichtet wurde. Die Kommentare zu den rund 320 Titeln aus der Zeit zwischen Mitte des 15. und Mitte des 19. Jh. erläutern neben der Bebilderung mit Miniaturen und graphischen Wiedergaben vor allem Aufbau und Inhalt der Bücher und geben Hinweise zu den Verfassern und beteiligten Künstlern. Online Rezension |
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Nürnberger Goldschmiedekunst 1541–1868.
Band I: Meister, Werke, Marken. Nürnberg galt lange als eines der bedeutendsten Goldschmiedezentren
in Deutschland, zeitweise sogar in ganz Europa. Trotz ihrer Bedeutung
hatten Nürnberger Goldschmiedearbeiten nur für die Zeit bis
1540 eine umfassende wissenschaftliche Würdigung erfahren. Der
Erforschung für die Zeit von 1541 bis 1868 widmete sich seit 1997
ein Forschungsteam des Germanischen Nationalmuseums, gefördert
von der Deutschen Forschungsgemeinschaft. |
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G. Ulrich Großmann und Franz
Sonnenberger (Hg.), Das Dürer-Haus. Der Band bildet den Auftakt zu einer Buchreihe, mit der das Germanische
Nationalmuseum der aktuellen Dürer-Forschung ein attraktives und
innovatives Forum bietet. Die erste Ausgabe widmet sich schwerpunktmäßig
dem legendären Dürer-Haus in Nürnberg: Hier hat der berühmteste
Maler der deutschen Kunstgeschichte gewohnt, hier feierte seit der Romantik
die „Dürer-Verehrung“ ihre Höhepunkte. Namhafte
Autoren aus historischer Hausforschung und Kunstgeschichte beantworten
Forschungsfragen und erläutern Ergebnisse zur jüngst erfolgten
Bauuntersuchung, zur Bewohner- und Nutzungsgeschichte, zur Geschichte
der Dürer-Verehrung im Dürer-Haus und zu Dürers dortigem
künstlerischen Wirken, bis hin zu seiner vielzitierten „Werkstatt“ und
deren „Schülern“ und dem Vergleich mit dem Rembrandt-Haus
in Amsterdam. Online Rezension |
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Claudia Maué, Die Bildwerke des 17. und 18. Jahrhunderts im Germanischen Nationalmuseum, Teil 2: Bayern, Österreich, Italien, Spanien. Mainz 2005. 377 Seiten , 292 sw Abb., 12 Farbtafeln. Nach dem 1. Teil des Bestandskatalogs zu den fränkischen Skulpturen behandelt der 2. Teil 188 Bildwerke aus Bayern, Österreich, Italien und Spanien. Einen Schwerpunkt bilden Münchener Rokokoskulpturen von I. Günther, J.B. Straub und R.A. Boos. Auch die niederbayerischen Bildhauer Ch. Jorhan d.Ä., J. Deutschmann und J.M. Götz sind repräsentativ vertreten. Unter den österreichischen Bildhauern ragen die Wiener L. Mattielli, G.R. Donner, J.G. Mollinarolo, J.B. Hagenauer und F.X. Messerschmidt heraus; Skulpturen aus Tirol, dem Innviertel und der Steiermark sowie eine kleine Gruppe italienischer und spanischer Bildwerke runden sie Sammlung ab. Alle Objekte, die aus verschiedenen Materialien wie Ton, Holz, Marmor, Bronze, Silber und Koralle gearbeitet sind, sind wissenschaftlich erfasst und häufig in mehreren Ansichten abgebildet. Ihr ursprünglicher formaler Zusammenhang, ihre Funktion für den Auftraggeber und Fragen der Ikonographie werden umfassend erläutert. |
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Frank P. Bär, Verzeichnis der europäischen Musikinstrumente im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg, Band 6: Liebesklarinetten, Bassetthörner, Bassklarinetten, Metallklarinetten. Beschreibender Katalog. Wilhelmshaven 2006. 294 S., 265 teils ganzseitige sw Abb., 44 Zeichnungen und 60 Diagramme. Mit dem 3. Teilband liegt nun der Bestandskatalog der Klarinetten des Museums komplett vor. Nachdem die ersten beiden Teile den Klarinetten der normalen und höheren Lage gewidmet waren, ist hier der bedeutende Bestand der 33 tieferen Instrumente erfasst, darunter Bassetthörner von Mayerhofer und Lotz und eine Bassklarinette von Streitwolf als prominente Vertreter ihrer Gattung. Ausführliche Beschreibungen der Korpuskonstruktionen und der Klappenanlagen sind durch zahlreiche bautechnisch und akustisch relevante Maßangaben, Provenienzen und etwaige Veränderungen sowie einen historischen Kommentar ergänzt. Neben Gesamt- und Detailabbildungen demonstrieren Röntgenaufnahmen, Bohrungsdiagramme und Diagramme zur Wirkungsweise der komplexeren Klappenanlagen die Konstruktionsweisen der Instrumente. |
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Claudia Selheim, Die Entdeckung der Tracht um 1900. Die Sammlung Oskar Kling zur ländlichen Kleidung im Germanischen Nationalmuseum. Bestandskatalog. Nürnberg 2005. 454 S., 444 sw, 141 farbige Abb. Ende des 19. Jahrhunderts begann der Frankfurter Privatier Dr. Oskar Kling (1851–1926) mit dem Aufbau einer Sammlung von Trachten aus dem deutschsprachigen Raum. Das Germanische Nationalmuseum bewog ihn, sie auszubauen und dem Museum zu übereignen. Rund 370 Figurinen wurden 1905 in einem eigenen "Trachtensaal" ausgestellt. Trotz der Kriegsverluste zählt der Bestand heute zu den ältesten und umfangreichsten, mit zahlreichen historischen, weitgehend unverändert erhaltenen Figurinen. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Bewertung der Tracht durch die wissenschaftliche Kleidungsforschung grundlegend geändert und vielfältige Einsichten in die historische Bedingtheit ihrer Entstehung im 19. Jahrhundert vermittelt. Der 100 Jahre nach Eröffnung der Trachtensammlung vorgelegte Bestandskatalog trägt der heutigen wissenschaftlichen Beurteilung der Tracht ebenso Rechnung wie der realen Präsenz der Objekte. Neben der Geschichte der Sammlung liegt der Schwerpunkt auf der Bewertung und Rekonstruktion der Trachtensammlung anhand historischer Quellen und Sammlungskonzepte. Alle Figurinen sind mit Neuaufnahmen dokumentiert, alle Einzelobjekte mit Materialangaben beschrieben sowie mit Glossar und Registern erschlossen. |
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Eduard Isphording, DraufSichten. Buchkunst aus deutschen Handpressen und Verlagen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Sammlung des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg. Leipzig 2005. 272 S., 91 sw Abb., 40 Farbtafeln. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts suchten junge Verleger, Typographen und Künstler die ästhetische Schönheit von Büchern wiederzubeleben. Neben Werken mit kunstvoll gestalteter, reiner Typographie entstanden von Künstlern illustrierte Bücher, in denen handwerkliche Vollendung mit künstlerischer Freiheit gepaart ist. Der Band verzeichnet den über Jahrzehnte gewachsenen Bestand des Germanischen Nationalmuseums an diesen bibliophilen Kostbarkeiten. Er ergänzt damit den Katalog "SeitenAnsichten", der die Museumssammlung an künstlerisch und typographisch gestalteten, nach 1945 entstandenen Büchern vorstellt. |
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Veröffentlichungen des Instituts für Kunsttechnik und Konservierung |
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Anna Bartl, Christoph Krekel, Manfred Lautenschlager, Doris Oltrogge, Der "Liber illuministarum" aus Kloster Tegernsee. Edition, Übersetzung und Kommentar der kunsttechnologischen Rezepte (Veröffentlichung des Instituts für Kunsttechnik und Konservierung im Germanischen Nationalmuseum, Bd. 8). Stuttgart 2005. 833 Seiten, 6 sw Abb. Der "Liber illuministarum" ist ein Lehrbuch für Buchmaler. Um 1500 sammelten Tegernseer Benediktinermönche, allen voran der Bibliothekar Konrad Sartori, Anweisungen und Rezepturen zur Pergament- und Lederbearbeitung, Farben- und Tintenherstellung sowie Färbe- und Vergoldungstechniken. Mit mehr als 750 Vorschriften ist der "Liber illuministarum" die umfangreichste derartige Rezeptsammlung des Spätmittelalters, erweitert um Texte zu Medizin, Mathematik, Alchemie und Metallurgie, Hauswirtschaft, Gerberei und Pyrotechnik. Die Edition bietet eine Transkription und Übersetzung der kunsttechnologischen Texte. Fachkommentare fassen mehrere Rezepte zu umfangreicheren Themenkomplexen zusammen und erläutern die beschriebenen Techniken. Hinweise und Erklärungen zur Sprach- und Wissenschaftsgeschichte führen den Leser in die Vorstellungswelt des ausgehenden Mittelalters und vermitteln ein anschauliches Bild handwerklicher Kenntnisse und Praktiken dieser Zeit. Online Rezension |
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Ausstellungskataloge, "Werke und Dokumente" |
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Die Burg. Wissenschaftlicher Begleitband zu den Ausstellungen "Burg und Herrschaft" und "Mythos Burg". Publikation der Beiträge des Symposions auf der Wartburg, 19. – 22. März 2009 in Zusammenarbeit mit der Wartburg-Gesellschaft zur Erforschung von Burgen und Schlössern. Schriftleitung Anja Grebe. Hrsg. von G. Ulrich Großmann und Hans Ottomeyer. Berlin/Nürnberg/Dresden 2010. 340 Seiten, 280 meist farbige Abb. Mit der Doppelausstellung »Burg und Herrschaft« (Berlin) und »Mythos Burg« (Nürnberg) wenden sich das Deutsche Historische Museum und das Germanische Nationalmuseum, unterstützt durch die Wartburg-Gesellschaft zur Erforschung von Burgen und Schlössern, einem historischen, kulturgeschichtlichen und architektonischen Phänomen zu, das nicht nur das Mittelalter, sondern auch unser Bild vom Mittelalter geprägt hat und weiter prägt. Der wissenschaftliche Begleitband beleuchtet das Thema »Burg« in seiner ganzen Bandbreite. Erstmals gemeinsam in einem Band stellen mehr als 30 international renommierte Fachautoren aus allen Bereichen der Burgenforschung ihre aktuellen Erkenntnisse vor: Sie reichen von den Anfängen des Burgenbaus im Frühmittelalter über die Entwicklung der Adelsburg im Hochmittelalter bis zum Umgang mit der Burg in der Gegenwart. Der bisherige Stand der Wissenschaft wird kritisch hinterfragt. Es zeigt sich, dass trotz der Intensivierung der Burgenforschung in den letzten Jahrzehnten breite Forschungslücken bestehen. Die reich bebilderte Publikation zeigt ein Panorama des heutigen Wissens und Forschungsstandes zur Burg aus historischer, bau- und kunstgeschichtlicher Perspektive auf und legt eine deutlich verbesserte Basis für die künftige Erforschung der „Burg“. |
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Frank Matthias Kammel, Daniel Hess u.a., Enthüllungen. Restaurierte Kunstwerke von Riemenschneider bis Kremser Schmidt Ausstellungskatalog Germanisches Nationalmuseum. Nürnberg 2008. 127 Seiten, 43 sw, 105 farbige Abb. In einem vierjährigen Projekt wurden 21 hochrangige Gemälde und Skulpturen, u.a. von Riemenschneider, Altdorfer, Wertinger, Mauch und Kremser Schmidt, kunsttechnologisch untersucht und restauriert. Dabei traten zahlreiche interessante Überraschungen zutage. Ob es sich um ein bisher verborgenes Reliquiendepositorium oder den neu entdeckten Rest eines Einspannwerkzeugs handelt, um aufschlussreiche Unterzeichnungen oder die wieder sichtbar gemachte originale Farbwirkung: Stets stießen solche "Enthüllungen" die Klärung von Fragen oder die Entwicklung neuer Denkansätze an und legten die Basis für weitere Studien und somit die Grundlage für zahlreiche neue Erkenntnisse – Enthüllungen also in einer weiteren Hinsicht. Die Ergebnisse der Restaurierung sowie die kunsttechnischen und kunstgeschichtlichen Forschungen werden erstmals im Rahmen der Ausstellung und in der vorliegenden Begleitpublikation präsentiert. Neun Katalogbeiträge mit aufschlussreichen Beschreibungen und zahlreichen erhellenden Abbildungen vermitteln dem Fachmann und dem interessierten Laien spannende neue Einblicke. |
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Band II: Goldglanz
und Silberstrahl. Neun Essays und ein knapper Katalogteil präsentieren Ergebnisse eines langjährigen Forschungsprojektes zur Nürnberger Goldschmiedekunst. Dargestellt werden Form- und Stilentwicklungen sowie die Wertschätzung der Nürnberger Goldschmiedekunst, zu deren Auftraggebern höchste Würdenträger zählten. Einzelne Beiträge widmen sich speziellen Themen: Naturabgüsse, wissenschaftliche Instrumente, Schmuck und Judaica. Quellen zur Organisation und Geschichte des Handwerks vermitteln Einblicke in Arbeitsverhältnisse der Goldschmiede und deren soziales Umfeld. Den zeitlichen Rahmen beschließt die Übernahme industriell gefertigter Versatzstücke. |
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Die Anfänge der europäischen Druckgraphik. Holzschnitte des 15. Jahrhunderts und ihr Gebrauch. Bearb. von Peter Parshall, Rainer Schoch u.a. Begleitband zu den Ausstellungen in der National Gallery of Art, Washington (in englischer Sprache) und im Germanischen Nationalmuseum. Nürnberg 2005. X, 371 Seiten, 53 sw, 177 teils ganzseitige farbige Abb. Die Entstehung des reproduzierbaren und für breitere Schichten verfügbaren Bildes im 15. Jahrhundert markiert einen epochalen Einschnitt. Als Ergebnis eines wachsenden Bedarfs nach privatem Bildbesitz leitete sie folgenreiche Entwicklungen ein – nicht zuletzt die Beschleunigung der Kommunikation und den weiträumigen europäischen Bildtransfer. In die erste international angelegte Ausstellung wurden vorzugsweise Holzschnitte aufgenommen, deren historischer Kontext, praktische Funktion und konkreter Bildgebrauch rekonstruierbar sind. Der Katalog liefert nicht nur neue Erkenntnisse über Ort und Zeit ihrer Entstehung und den Adressatenkreis, sondern trägt auch zum Verständnis der komplexen Rolle des Bildes in der Kultur des Spätmittelalters bei. Mit neuen Fragestellungen wirft er neues Licht auf die ältesten Zeugnisse des europäischen Bilddrucks und kann mit zahlreichen überraschenden Ergebnissen aufwarten. Intensive wissenschaftliche Recherchen und kunsttechnische Untersuchungen haben ihren Niederschlag in den Beiträgen von Richard S. Field, Peter Schmidt, David Areford, Peter Parshall, Rainer Schoch u.a. gefunden. Online Rezension |
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Die Schausammlungen des Germanischen Nationalmuseums |
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Daniel Hess, Dagmar Hirschfelder (Hg.): Renaissance. Barock. Aufklärung. Kunst und Kultur vom 16. bis zum 18. Jahrhundert Der Band begleitet die im Germanischen Nationalmuseum 2010 neu eröffnete Dauerausstellung zur Kunst und Kulturgeschichte vom 16. bis zum 18. Jh. im deutschen Sprachraum. Die Schausammlung erschließt mit rund 1.000 Exponaten in 33 Räumen zentrale Themen der Frühen Neuzeit, so beispielsweise Sammeln und Repräsentieren, Antikenrezeption und Naturstudium, die Wechselwirkung von Kunst und Religion sowie das sich wandelnde Bild vom Menschen. Zu diesen Leitthemen bietet die Publikation vertiefende Beiträge und einen wissenschaftlichen Katalog aller ausgestellten Objekte. |
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Mittelalter. Kunst
und Kultur von der Spätantike bis zum 15. Jahrhundert Die Mittelaltersammlung mit ihren herausragenden Kunstwerken bildet von Beginn an den Kernbereich des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg. Nach grundlegender Sanierung der Ausstellungsräume zeigt das Museum diese Werke in einer neuen, gattungsübergreifenden Präsentation. In der Zusammenführung von kunsthandwerklichen Objekten, Gemälden, Skulpturen, farbigen Glasfenstern, Textilien, Bauteilen, Münzen und Siegeln, die bislang im wesentlichen nach entwicklungsgeschichtlichen und gattungsspezifischen Ordnungskriterien aufgestellt waren, verlagert sich der Schwerpunkt auf Zusammenhänge, in denen die Werke ursprünglich standen. Deutung und Vermittlung zielen im Sinne eines modernen Kulturbegriffs auf die Darstellung von Wechselwirkungen in Form und Funktion, Herstellung und Gebrauch, Anspruch, Bedeutung und Wahrnehmung. Der reich illustrierte Begleitband erschließt die neue Schausammlung und vertieft die dort zu gewinnenden Einblicke in die mittelalterlicher Kultur. |
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Jutta Zander-Seidel, Kleiderwechsel. Frauen-, Männer- und Kinderkleidung des 18. bis 20. Jahrhunderts (Die Schausammlungen des Germanischen Nationalmuseums, Bd. 1). Nürnberg 2002. 272 Seiten, 57 sw und 270 farbige Abb. Mit einer der größten kleidungshistorischen Schausammlungen macht das Germanische Nationalmuseum den Paradigmenwechsel von der Kostüm- und Trachtenkunde zur Kleidungsforschung sichtbar. Durch die Zusammenführung von Kostüm- und Trachtensammlung wird die Fiktion einer autonomen ländlichen Kleidungsrealität aufgegeben; Trachten werden als Schöpfung des 19. Jh. an ihrem historischen Ort innerhalb der Kleidungsentwicklung präsentiert. Die in zwei Rundgängen konzipierte Schau erschließt die Kleidung unter historischen, systematischen und sammlungsgeschichtlichen Aspekten. Konservatorische Erfordernisse und das Bemühen, die Authentizität der Originalkleidungen zu respektieren, prägen die Präsentation. Im Begleitband, der die neue Buchreihe "Die Schausammlungen des Germanischen Nationalmuseums" eröffnete, sind fast alle Objekte abgebildet. Der Anhang verzeichnet die Exponate mit technologischen Angaben. Die Stiftung Buchkunst prämierte den Band als eines der schönsten Bücher 2002. Online Rezension |
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