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19. und 20. JahrhundertDie Abteilung umfasst Objekte aus den Bereichen Malerei, Skulptur, Möbel, Kunsthandwerk und Kunstgewerbe von der Zeit der Aufklärung mit ihren universellen Utopien bis hin zur Postmoderne mit ihrer Utopieskepsis. Im Gegensatz zu den anderen Abteilungen ist die Sammlungstätigkeit nicht gattungsspezifisch, sondern epochenbezogen ausgerichtet. Der Sammlungsteil 19. Jahrhundert reicht bis ins späte 18. Jahrhundert zurück, um den gedanklichen Aufbruch in die bürgerliche Zeit am Vorabend der Französischen Revolution zu beleuchten. Im Hinblick auf die internationalen Ideen der Moderne versucht die Sammlung 20. Jahrhundert Schlüsselpunkte künstlerisch-kultureller Entwicklungen in Deutschland in ihrem internationalen Kontext zu beleuchten. |
Leiterin Dr. Ursula Peters |
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Bauteile, historisches Bauwesen, Sammlung KaiserburgWährend des 19. Jh. war der Sammlungsbereich Bauteile ein Schwerpunkt der Tätigkeit des GNM; der erste jemals erschienene Katalog betrifft diese Sammlung. Ausgehend von den Sammlungsbeständen betrifft die Forschungsarbeit vor allem das mittelalterliche und frühneuzeitliche Bauwesen im Bereich des Hausbaus, des Klosterbaus und der Adelssitze bzw. des Burgenbaus. Das GNM verwahrt und sammelt neben zahlreichen Bild- und Textdokumenten Bauteile und Teile der baulichen Ausstattung profaner und sakraler Gebäude. Schwerpunkte sind bauplastische Werkstücke wie Gewändeteile und Portale, Bauteile aus künstlichem Baumaterial aber auch Bauausstattungsteile wie Öfen, Türen, Beschläge und Schlösser. |
Leiter |
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DesignDie Sammlung Design wurde 1986 ins Leben gerufen. Sie umfasst derzeit 1.300 Objektnummern. Ziel der Einrichtung war und ist es, ergänzend zur Sammlung 19./20. Jahrhundert eine Abteilung zu schaffen, die sich mit den Leistungen des Designs im Kontext der Malerei und Skulptur des 20. Jahrhunderts auseinandersetzt. Gesammelt werden sowohl Design-Prototypen herausragender Entwerfer als auch gängiges Gebrauchdesign. |
Leiterin Dr. Silvia Glaser |
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Graphische SammlungDie Graphische Sammlung ist eine der großen Sammlungen ihrer Art in Deutschland und Europa. Ihr Bestand von ca. 350.000 Blättern umfasst das gesamte Spektrum der graphischen Künste und Techniken von frühmittelalterlichen Miniaturen bis zu Zeichnungen und Druckgraphik der Gegenwart. Neben den bedeutenden Beständen der Künstlergraphik mit Schwerpunkten in der Zeit vom 15. bis 19. Jahrhundert geben die reichen kulturhistorischen Bestände der Sammlung ein eigenes Profil: Die „Historischen Blätter“ sind die umfassendste Bildersammlung zur deutschen Kulturgeschichte und vermitteln ein anschauliches Bild der Vergangenheit. Sie werden ergänzt durch Spezialsammlungen von Porträts, historischen Stadtansichten, Landkarten, Spielkarten, Schrift- und Druckproben, Buntpapieren, Exlibris, Plakaten, Gebrauchsgraphik, Fotos etc. |
Leiterin Dr. Yasmin Doosry |
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GewerbemuseumDas im Jahre 1869 gegründete Gewerbemuseum (ehemals Bayerisches Gewerbemuseum Nürnberg), das seit 1987 dem GNM angegliedert ist, gehört zu den ersten auf dem europäischen Kontinent seit 1851 entstandenen Gewerbemuseen. Ähnlich wie sein Vorbild, das South Kensington Museum (heute Victoria & Albert Museum) in London, ist es nach Materialgruppen gegliedert und umfasst derzeit ca. 13.000 Inventarnummern bzw. ca. 16.000 Objekte. Die Sammlung wurde zum großen Teil zwischen 1869 und 1900 durch Ankäufe auf den Weltausstellungen angelegt und beinhaltet kunsthandwerkliche und kunstgewerbliche Objekte aus Deutschland und anderen Ländern der Welt. Einen besonderen Schwerpunkt hat die Sammlung im Historismus. |
Leiterin Dr. Silvia Glaser |
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Historische MusikinstrumenteDie Sammlung historischer Musikinstrumente zählt zu den bedeutendsten ihrer Art weltweit und enthält Instrumente aller Gattungen vom 16. bis zum 20. Jahrhundert. Der Sammlungsbestand umfasst rund 3.000 Objekte. Hervorzuheben ist einer der weltweit größten Bestände historischer Tasteninstrumente mit dem bedeutenden Komplex früher Hammerflügel vorwiegend süddeutscher und Wiener Provenienz. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Musikinstrumente aus der ehemals Freien Reichsstadt Nürnberg, vor allem Blech- und Holzblasinstrumente, darüber hinaus Streichinstrumente und Lauten. Von zahlreichen Musikinstrumenten der Sammlung sind Technische Zeichnungen, Röntgenaufnahmen oder Computertomographien erhältlich. Ausgewählte Instrumente erklingen in der Konzertreihe „Musica Antiqua“ und auf CD-Aufnahmen. |
Leiter Dr. Frank P. Bär |
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Kunsthandwerk des MittelaltersEinen der Schwerpunkte in den Sammlungen zum Kunsthandwerk des frühen und hohen Mittelalters bilden die Werke der Schatzkunst einschließlich der Emailarbeiten des 12. bis 14. Jahrhunderts. Mit dem karolingischen „Ardennenkreuz“, dem Goldeinband des Codex aureus und der Armilla aus dem Umkreis Friedrich Barbarossas besitzt das Museum einige der bekanntesten Kostbarkeiten der mittelalterlichen Goldschmiedekunst. Hervorzuheben ist auch der Bestand an Bronzearbeiten, unter ihnen eine der größten und reichhaltigsten Aquamaniliensammlungen. Das Spektrum der spätmittelalterlichen Arbeiten ist wesentlich breiter und schließt neben Goldschmiedearbeiten der kirchlichen und weltlichen Sphäre auch Gegenstände der gehobenen Alltagskultur ein. Gläser, Keramiken, Objekte aus Zinn und anderen unedlen Materialen sowie zahlreiche andere Gattungen bieten ein breites Bild mittelalterlichen Lebens. |
Leiter Dr. Ralf Schürer |
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Kunsthandwerk bis 1800Mehrere Tausend kunst- und kulturgeschichtliche Zeugnisse umfasst die Sammlung zum neuzeitlichen Kunsthandwerk. Tafelkultur, Einrichtung, geselliges Leben, bürgerliche und höfische Repräsentation gehören zu den Themenkreisen, die sie illustrieren. Zu den wichtigsten Gruppen zählen die - vorwiegend süddeutsche - Fayence, die Steinzeuge bis hin zur Meissner Böttgerware, die relativ kleine, aber exquisite Porzellansammlung mit Erzeugnissen der bedeutendsten Manufakturen, aber auch die schlichteren Produkte aus unedlen Metallen. Bei den Hohlgläsern reicht die Spanne von frühen venezianischen Gläsern bis hin zu den Glasschnittwerken des 18. Jahrhunderts, wobei die Kunst der Nürnberger Glasschneider des 17. Jahrhunderts besonderen Raum einnimmt. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Sammlung zur Goldschmiedekunst des deutschen Sprachraumes, einschließlich der ehemals deutschen Ostgebiete. Als eigner Bestand zeigt die Zunftabteilung Altertümer des handwerklichen Brauchtums sowie Gegenstände der Handwerkausübung und typische Produkte. |
Leiter Dr. Ralf Schürer |
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